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Spieglein Spieglein – Warum wir Selbstliebe lernen sollten

Vor ein paar Tagen bin ich auf einige Beiträge in den Sozialen Netzwerken über Selbstliebe gestoßen. Selbstliebe – ein Thema was aktueller denn je ist. Fasziniert, teilweise kopfschüttelnd und fassungslos habe ich Meinungen und Selbstzweifel einiger Mädels und Frauen da draußen gelesen.

Auf dieser Welt scheint es unzählige Frauen und Mädchen zu geben, die sich selbst nicht leiden können. Die sich so klein und hässlich finden, dass sie denken niemand liebt sie. Sie empfinden so wenig Liebe für sich selbst. So kam es mir zumindest vor, als ich einige Kommentare unter unzähligen Artikeln gelesen habe.

Diese fiesen Selbstzweifel. Auch ich kenne sie. Ich bin zu klein, meine Zähne sind schief, meine Beine zu dünn und mein Bauch zu dick. Ist ja auch einfach sich selbst schlecht zu machen, wenn man jeden Tag mit diesen wunderschönen, langhaarigen und schlanken Mädels aus den Sozialen Netzwerken und der Werbung konfrontiert wird. Wenig bis gar keine Wertschätzung und Komplimente von Freunden, Familie oder dem Chef entgegen gebracht zu bekommen. Denn Komplimente oder Wertschätzung sagen und geben wir selber doch eher selten oder? Wann hast du das letzte mal jemandem ein Kompliment gemacht, zum Beispiel deiner besten Freundin, ihr gesagt was für einen wundervollen Knack-Po sie in ihrer neuen Jeans hat, oder die neue Frisur, die ihr so fantastisch gut steht?

Das Positive, die eigenen Vorzüge und Stärken zu erkennen, fällt den Frauen in unserer Gesellschaft sehr schwer. Wir überlegen und grübeln – aber durch den vernebelten Blick auf sich selbst, können wir diese nicht mehr sehen. Mädels, wir sind alle schön! Messt euch nicht an anderen. Bleibt euch selber treu! Macht euch zurecht, zieht eure Lieblingsklamotten an, denn dann fühlt man sich doch gleich schon etwas wohler. Das sind gute Voraussetzungen und die ersten Schritte zur Selbstliebe. Selbstliebe oder sich selbst zu lieben, ist nicht nur das körperliche. Vieles muss auch im Kopf geklärt werden. Woher kommen die Selbstzweifel? Liegt es an dem Partner, der diese durch Äußerungen oder Taten hervorholt? Liegt es an der Beziehung zu den Eltern? Haben die einem damals ein schlechtes Gefühl vermittelt, einen klein gemacht? Waren es die Schulkameraden, die einen schlecht gemacht haben? Die einem jeden Tag ins Gesicht gesagt haben „Hackfresse“, „Walross“, „Pummelfee“. War es ein Vorgesetzter oder ein Kollege, der einem gesagt hat, dass man nichts kann und man nichts wert ist? Horcht mal ganz tief in euch rein. Da wird es bestimmt die ein oder andere Situation in eurem Leben gegeben haben, die euch ein schlechtes Selbstwertgefühl gegeben hat und das ihr immer noch mit euch rum tragt.

Um den Geist klar zu bekommen, helfen kleine Notizen. Schreibt euch selbst Komplimente, eure Stärken und positiven Eigenschaften auf, klebt sie an einen Spiegel und lest sie euch jeden morgen laut vor.

„Ich bin schön“

„Ich bin wertvoll“

„Ich mag dich“

„Ich liebe meine Körper“

Das mag sich jetzt vielleicht ein bisschen komisch anhören. Aber diese Notizen zu lesen, macht einen glücklich und schenken einem ganz viel Selbstvertrauen und die Selbstliebe steigert sich von Tag zu Tag. Das ist ein Prozess, keine Frage. Aber lieber heute anfangen und sich stetig besser fühlen, anfangen sich selbst zu lieben. Das ist doch viel besser als in Selbstzweifeln und Selbsthass zu ersticken.

Selbstliebe macht einfach glücklich. Man geht zufriedener und gelassener durchs leben. Probleme sind auf einmal keine Probleme mehr, oder werden schnell gelöst, weil man sich und den Anderen gegenüber viel positiver begegnet. Ich bin mir ziemlich sicher, wenn es viel mehr Selbstliebe auf der Welt geben würde, gebe es nicht so viel Konflikte, Ausraster und negative Gedanken.

„Wer sich selbst nicht liebt, kann auch keine Liebe von anderen annehmen“

Auch ich habe keine Modelmaße, finde mich an den meisten Tagen ok, aber es gibt auch Tage, da stehe ich vor dem Spiegel, denke und sage es auch laut zu mir selbst: „Boah, Rakete!“ Das tut so unwahrscheinlich gut. Ja, auch wenn man es zu sich selbst sagt! Du wirst deine Zufriedenheit auch gleich ausstrahlen – glaub mir. Wenn dir das dann auch noch von Fremden gesagt wird, dass du eine tolle Ausstrahlung hast, ist das doch wie ein Sechser im Lotto, wie Geburtstag- und Weihnachten zusammen und geht runter wie Öl. Das schönste und attraktivste an einem Menschen, egal ob Frau oder Mann ist doch die Ausstrahlung. Es heißt ja nicht umsonst, Ausstrahlung macht sexy.

Schließt Frieden mit eurem Körper. Lernt die Röllchen die euren Bauch umschließen, eure Narben, die Dellen an den Oberschenkeln, euren Winkearm und eure zu kleinen Brüste lieben.

DU BIST SCHÖN!

Fotos von Christina Kläfker

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